Das wahre "Warum" hinter deinem Stress und wie du den Brainloop steuerst
- Cornelia Winzenried

- 5. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Jan.
Stress entsteht nicht durch deinen Tag oder äusserer Umstände – sondern durch einen inneren Prozess, der „Brainloop“ genannt wird.
Erfahre hier, wie du deinen Fokus, deine Bewertung und deine Entscheidungen bewusst steuern kannst, um Stress in Ruhe und Heilung zu verwandeln.

Hast du dich heute gestresst gefühlt und fragst dich, warum? Vielleicht denkst du, es lag an deinem Tag oder an äusseren Umständen. Doch in Wirklichkeit entsteht Stress nicht durch das Aussen, sondern durch einen inneren Prozess, der „Brainloop“ genannt wird.
Der Brainloop zeigt uns, wie Emotionen und Schmerzen entstehen und wie wir sie bewusst beeinflussen können.
1. Fokus – worauf du schaust, bestimmt, was du fühlst
Alles beginnt mit deinem Fokus. Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, entscheidet über deine Gefühle:
Was heute schwierig war
Was gut getan hat
Kleine Fortschritte oder Momente der Ruhe
Unsicherheiten, Schmerzen, Müdigkeit
Erwartungen anderer oder Trigger aus der Vergangenheit
Dinge, auf die du stolz bist
Wenn du deinen Fokus bewusst lenkst, legst du den Grundstein dafür, wie du deine Emotionen erlebst.
2. Bewertung – nicht die Situation stresst, sondern deine Interpretation
Nach dem Fokus folgt die Bewertung. Dein Gehirn interpretiert, was du erlebst, und gibt der Situation eine Bedeutung:
„Ich habe versagt“ vs. „Ich habe mein Bestes gegeben“
„Ich sollte stärker sein“ vs. „Ich darf Pausen machen“
„Das wird nie besser“ vs. „Mein Körper versucht zu heilen“
Diese Bewertung entscheidet, ob du in einen Stress-Loop gerätst oder deinem Nervensystem Ruhe und Heilung ermöglichst.
3. Entscheidung – wie du handelst, formt den Loop
Die letzte Stufe ist die Entscheidung: Was du denkst, bestimmt, was du tust. Beispiele:
Rückzug oder kleine Pause einlegen
Bedürfnisse ignorieren oder wahrnehmen und regulieren
Perfektionismus leben oder den Körper ernst nehmen
Hilfe zulassen oder alles alleine versuchen
Hier beginnt der echte Loop, der sich entweder verstärkt oder in Richtung Heilung gelenkt werden kann.
4. Stress-Loop oder Heilungs-Loop? Du entscheidest
Mit jedem Fokus, jeder Bewertung und jeder Entscheidung trainierst du dein Nervensystem – entweder Richtung Stress oder Richtung Ruhe.
Mini-Übung: Den Loop jetzt wechseln (1 Minute)
Stell dir diese Fragen:
Was ist heute gut gegangen?
Welche Stärke habe ich gezeigt?
Was braucht mein Körper jetzt?
Wofür bin ich heute dankbar?
Wenn du das regelmässig übst, kannst du den Brainloop bewusst steuern und deinen Stress reduzieren.




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